Tsetseli
Tsetsere



Gegen welch schreckliche Krankheiten man sich doch impfen lassen kann. Cholera, Diphtherie, FSME (Zecken-Hirnhautentzündung), Gelbfieber, Hepatitis A, Hepatitis B, Kinderlähmung (Polio), Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken, Wundstarrkrampf (Tetanus), Tollwut, Tuberkulose, Typhus. Eine lange, nicht vollständige Liste, die einen vor Entscheidungen stellt.

Basisimpfungen für die Reise, aber auch in unseren Breiten sind Polio, Tetanus und Diphtherie. Wenn Sie viel draussen unterwegs sind, in Wiesen und Wäldern und zudem in einem Risikogebiet leben, dann empfiehlt sich auch FSME. Manche Ärzte raten zudem zu einer Hepatitis-A-Impfung. Das alles gilt als Standard für unsere Gefilde. Wenn Sie ins Ausland reisen, dann erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Arzt, Ihrer informierten Apotheke oder besser noch bei einem Tropeninstitut nach erforderlichen Impfungen. Wobei keine dieser Institutionen völlig uneigennützig und fehlerfrei empfiehlt. Ich kann Ihnen nur den Rat geben: lassen Sie sich auf jeden Fall gegen alles impfen, was für Ihre geplante Reise vorgeschrieben oder angeraten ist, aber informieren Sie sich bei mehreren Stellen, den gerade im Bereich der empfohlenen Impfungen gehen die Meinungen oft auseinander.

Impf-Vorschriften und -Empfehlungen sind mit Sicherheit nicht übertrieben, beinhalten natürlich unsere Standardimpfungen und fast immer ein paar Zusatzimpfungen. Mit letzterem ist zum Beispiel die Gelbfieberimpfung gemeint. Diese bekommen Sie nur bei authorisierten Impfstellen (z. B. Tropeninstitut). Sie wird von einigen afrikanischen Ländern vorgeschrieben (und muss ggf. bei der Einreise nachgewiesen werden), ist in der Regel gut verträglich und durchaus sinnvoll. Denn diese Erkrankung ist gefährlich und im tropischen Afrika weit verbreitet.

Auch eine Impfung gegen Hepatitis ist angebracht. Lassen Sie sich am besten eine kombinierte A-B-Impfung verpassen; damit sind Sie gegen die häufigsten Hepatitis-Formen geschützt.

Sinnvoll ist sicherlich auch eine Typhusimpfung. Sie müssen nicht mehr, wie früher, Typhoral-Kapseln schlucken, die sie lediglich für ein halbes Jahr immunisieren, sondern können sich mit Typhim impfen lassen und sind somit für drei Jahre geschützt.

Einzige persönliche Warnung ist die Choleraimpfung, die leider von manchen Ländern vorgeschrieben, jedoch oft nur stichprobenartig nachgeprüft wird. Diese Impfung ist angeblich wenig protektiv (Schutzwirkung von 20-60 %). Sollten Sie ein Land mit Nachweispflicht bereisen (obwohl ein Impfnachweis nach internationalen Impfgesetzen nicht mehr verlangt werden dürfte), eruieren Sie die tatsächliche Notwendigkeit der Impfung, ansonsten besorgen Sie sich irgendeinen Nachweis, der tausendfach gestempelt, unterschrieben und in in Ihren internationalen Impfpass eingeheftet ist. Tragen Sie nichts in den Pass ein, das wäre Dokumentenfälschung! Wenn Sie den Nachweis selbst "basteln", achten Sie darauf, dass er richtig offziell aussieht (die Impfstoffe heissen übrigens Orochol bzw. Dukoral und werden oral verabreicht).

Auch ich habe das Problem auf diese Art gelöst und hatte damit noch nie Schwierigkeiten. Reisen Sie ohne Nachweisstempel oder -dokument in das betreffende Land ein, könnten Sie dahingehend kontrolliert und Ihnen die Einreise verweigert werden; bestehen Sie dennoch auf Einreise, so trifft Sie u. U. eine Zwangsimpfung für teuer Geld. Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, besteht zudem die Gefahr völliger Wirkungslosigkeit aufgrund falscher Lagerung. Dennoch sollten Sie zu diesem Thema selbstverständlich zuerst einen Fachmann befragen.

Mein Fazit: Tun Sie, was Ihnen erforderlich erscheint und zur Einreisebedingung gemacht wird, allerdings nicht ohne detaillierte Nachfrage bei kompetenten Beratern (dazu zähle ich mich deutlich nicht). Zum Einlesen in das Thema Impfungen finden Sie nachfolgend einige durchaus fundierte Seiten aufgelistet.

www.medicine-worldwide.de
www.fit-for-travel.de.
www.medizin-netz.de

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