Tsetseli
Tsetsere



Reisen in ferne Länder werden nicht immer nur mit Erholung, Palmenstrand und prickelnder Exotik in Verbindung gebracht. Viele Reisende haben da ganz andere Assoziationen: Durchfall, Sonnenbrand, Sonnenstich, mangelnde Hygiene, Ungeziefer, ansteckende Krankheiten. Durchaus Dinge, die einem den Urlaub ordentlich vergällen können, aber auch Unannehmlichkeiten, denen man weitgehend entgegenwirken kann.

Montezumas Rache, der Durchfall, ist etwas, womit Reisende am häufigsten zu kämpfen haben. Der alte Grundsatz "Peel it, cook it or forget it" ist hier eine recht wirksame Prophylaxe. Essen Sie nichts, was man nicht schälen kann; eine Banane, von Einheimischen am Strassenrand verkauft, ist sicherer als der liebevoll drapierte Salat auf irgendeinem Buffet. Vermeiden Sie alles, was nicht völlig durchgekocht oder -gebraten ist; lieber eine zerkochte Ziege aus der Hinterhofgarküche als ein Medium-Steak oder ein Krabbencocktail aus dem Hotel. Vergessen Sie eiswürfelgekühlte Getränke, Speiseeis und auch Wasser, Säfte, Limonaden, die aus nicht versiegelten Flaschen kommen. Genehmigen Sie sich lieber einen ordentlichen Schluck Hochprozentigen nach dem Essen, er hat durchaus schützende Wirkung, ob nun aus psychologischen oder medizinischen Gründen.

Weiterhin empfiehlt es sich vor jeder Nahrungsaufnahme die Hände gründlich zu reinigen. Da nicht immer fliessend Wasser und Seife zur Verfügung stehen, sollten Sie deshalb stets feuchte Reinigungstücher (gibt es auch mit Desinfektionslösung) griffbereit haben. Wenn Sie dann auch noch ausschliesslich Mineralwasser zum Zähneputzen verwenden, haben Sie dem Durchfall alle kalkulierbaren Riegel vorgeschoben.

Sonne und Hitze sind weitere Faktoren, die gerne unterschätzt werden. Nicht nur am Meer, auch in den weiten Ebenen und luftigen Höhen Afrikas ist adäquater Sonnenschutz angebracht. Dazu gehören Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem LSF und luftige, nicht allzu knappe Kleidung. Denn schneller als man denkt liegt man gut geröstet, schüttelfrostend und mit Übelkeit darnieder.

Noch wichtiger allerdings ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Bedarf des Körpers liegt gerade in den ersten Tagen der Klima-Umstellung immens hoch. In unseren Breiten werden 2 bis 3 Liter pro Tag empfohlen, Sie können sich also ausrechnen, dass 4 bis 6 Liter (Wasser, Tee, verdünnte Fruchtsäfte, Elektrolytgetränke, kein Alkohol) durchaus angemessen sind, nicht nur während der Umstellungsphase, sondern den ganzen Urlaub hindurch. Trinken Sie nicht nur, wenn Sie Durst haben (Durst zeigt bereits einen Mangelzustand an), sondern über den Tag verteilt in regelmässigen Abständen. Auch wenn Sie sich die Flüssigkeit reinnötigen müssen, Ihr Körper wird es Ihnen mit Wohlbefinden danken.

Wohlbefinden heisst aber auch, sich nicht permanent von Salmonellen, Streptokokken, Pneumokokken, Shigellen und Colibakterien bedroht zu fühlen und dem unerreichbaren antiseptischen Zustand hinterherzuhecheln. Ein gesunder Körper kann so einiges kompensieren, übertriebene Ängste machen umso anfälliger und stehen dem genussvollen Urlauben im Wege.

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